Schloss-Triathlon Moritzburg 2026 – Triumphe im Regen
20. Juni 2026 | Triathlon

Der 24. Schloss-Triathlon Moritzburg ist Geschichte – und was für eine. Rund 1.800 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland schrieben am 13. und 14. Juni 2026 wieder ein Kapitel in der Erfolgsgeschichte eines der traditionsreichsten Triathlons im Osten Deutschlands. Die einmalige Kulisse des Barockschlosses blieb dabei unverändert beeindruckend – nur der Himmel darüber zeigte sich von seiner nassen Seite.
Regen, Kälte, Neopren – und trotzdem Vollgas
Sommerliche Temperaturen? Fehlanzeige. Das Wetter meinte es in diesem Jahr alles andere als gnädig mit den Starterinnen und Startern: Kühle Luft, anhaltender Regen und trübe Wolken prägten beide Wettkampftage. Das Wasser im Moritzburger Teichgebiet zeigte die entsprechende Reaktion – die Temperaturen erfrischend kühl. Das Ergebnis: Erstmals seit Jahren durften in diesem Jahr ausnahmslos alle Athletinnen und Athleten mit dem Neoprenanzug starten. Vom BarockMan-Langdistanzler bis zum Jedermann-Starter gab es für niemanden eine Ausnahme.
Das sorgte in der Wechselzone zwar für etwas mehr Hektik und nasse Gummis, schützte die Körper aber verlässlich vor der Kälte des Teiches. Auf der Radstrecke war es dann das Wasser von oben.
Auf der Laufstrecke schließlich kämpften die Athleten nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen das schlichte Kältegefühl in den Muskeln. Wer es bis ins Ziel schaffte, hatte nicht nur einen Triathlon absolviert – er hatte Charakter bewiesen.
Die Siegerinnen und Sieger
Trotz der widrigen Bedingungen wurden beeindruckende Zeiten erzielt. Beim BarockMan setzte sich bei den Männern Pascal Fischer (ACT Kassel) in 8:49:38 h vor Johannes Fischer (Tcec Mainz, 8:54:17 h) und Rodion Lebedev (8:55:05 h) durch. Im SPARKASSE MEISSEN Olympischen Triathlon gewann John Heiland (SV Elbland Coswig-Meißen e.V.) souverän in 1:54:08 h, bei den Frauen triumphierte Paulina Buresch (Triathlonverein Dresden e.V.) in 2:17:13 h. Den Halbdistanz-Titel bei den Männern sicherte sich Stefan Reschwamm (Karlsruher Lemminge) in 4:05:52 h, bei den Frauen Nina Heidemann (TSV Amicitia Viernheim) in 4:29:10 h. Im LandMAXX Jedermann war Finn Eschler (Triathlonverein Dresden e.V.) der schnellste Mann (59:04 min), Helene Bergmann (ebenfalls TV Dresden) die schnellste Frau (1:11:34 h).
Alle weiteren Ergebnisse und Urkunden stehen ab sofort unter schlosstriathlon.de/ergebnisse bereit.
Rekordnachfrage, bewährtes Format
Bereits im Januar hatten die Startplätze für Lang- und Halbdistanz in Rekordzeit die Ausverkauft-Marke erreicht – nie zuvor war der Ansturm so groß. Das Interesse der Triathlon-Community an diesem besonderen Event wächst von Jahr zu Jahr, und das völlig zurecht: Die Kombination aus historischer Kulisse, familiärer Atmosphäre und anspruchsvollen Strecken ist einzigartig.
Dank an alle Helferinnen, Helfer und Unterstützer
Ein Wettkampf dieser Größenordnung – und das bei diesem Wetter – funktioniert nur mit einem außergewöhnlichen Helferteam im Hintergrund. Hunderte von Ehrenamtlichen standen an Verpflegungsstationen, in der Wechselzone, entlang der Strecken und im Zielbereich und sorgten dafür, dass der 24. Schlosstriathlon trotz aller Wetterkapriolen reibungslos und sicher über die Bühne ging. Ihnen gilt unser herzlichster Dank – ebenso den Sponsoren, den Partnern, den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld, und natürlich allen Athletinnen und Athleten, die sich von Regen und Kälte nicht haben aufhalten lassen.
Wir sehen uns 2027 am 12. und 13. Juni – hoffentlich mit etwas mehr Sonnenschein über dem Barockschloss.