Alter Schwede – Was für eine Sonne! Was für ein Wind! Was für ein Rennen!

Vor drei Jahren wurde mein Interesse für den Ironman Kalmar in Schweden geweckt als mein Triathlonkumpel Thomas seine mit Sub11 bis dahin beste Leistung auf der Langdistanz hingelegt und von dem Rennen allgemein geschwärmt hatte. Letztes Jahr war es dann so weit – schnell angemeldet bevor es wie die Jahre zuvor ausverkauft war, denn wie ich nun erfahren durfte handelt es sich um eines DER Sportevents des Jahres in Schweden und alle Triathlonvereine des Landes nehmen daran teil.

Und das es ein Megaevent für Schweden ist konnte man bereits am Vortag sehen als nicht nur die Absperrzäune in der Stadt aufgestellt wurden, Nein auch Campingwagen wurden entlang der Strecke positioniert um noch die besten Plätze zu bekommen. Quasi aufstehen und Live-Triathlon zum Morgencafe – auch mal eine Variante 🙂

Das Schwimmen fand sehr Zuschauerfreundlich im Hafen von Kalmar statt und wurde mit einem rollenden Start begonnen. D.h. jeder Teilnehmer stellte sich bei der von ihm prognostizierten Schwimmzeit (0:50, 1:00, 1:10 usw.) in einer Reihe auf und die Zeitnahme startet bei Überquerung des Schwimmeinstiegs. Auf diese Weise minimiert man das Hauen und Stechen um die beste Position und ich muss sagen, dass es funktionierte. Der an diesem Tage vorherrschende Wind sorgte jedoch für einen guten Wellengang, so dass die Bojen mitunter nicht so gut zu sehen waren und auch die Schwimmzeiten variierten und ich nach 1:17h aus dem Wasser gestiegen bin.

Davon leicht irritiert ging es auf die Radstrecke welche bis auf die zu überquerende Brücke sehr flach gehalten ist. Die Strecke führte auf den ersten 120km über die Insel Öland auf welcher die meisten Anwohner entlang der Strecke standen und die Athleten anfeuerten. Anschließend ging es zurück nach Kalmar zum Wendepunkt in einem Kreisverkehr in welchen im wahrsten Sinne des Wortes die Post abging und noch einmal Energie für die letzten 60km getankt wurde. Der permanent anhaltende Wind war in jedem Streckenabschnitt vorhanden was den ein oder anderen Athleten zum Windschattenfahren animierte. Die Kampfrichter hatten somit ganz gut zu tun und die Penalty Boxen waren teilweise doch sehr gut gefüllt. Für mich kam das Radfahren aufgrund meiner beruflichen hohen Reisetätigkeit in der Vorbereitung etwas zu kurz, weshalb ich mich diesmal sehr auf meine Herzfrequenz und die Geschwindigkeit konzentrierte um nicht gegen die Wand zu fahren. Dies funktionierte trotz des permanenten Windes ganz gut so dass ich nach 5:30h vom Rad gestiegen bin.

Die Laufstrecke führte gleich auf der Ersten von 3 Runden durch die Straßen von Kalmar inklusive Holzbrücke und altem Stadttor und die Zuschauer waren permanent zugegen. Mein Plan war diesmal nicht wie sonst das Laufen schnell zu beginnen sondern zu versuchen eine konstante Leistung zu halten. Dies funktionierte auch relativ gut bis zur Hälfte des Marathons aber anschließend ging – leider zum wiederholten Mal – die Puste aus. Erst ab Kilometer 30 hatte ich mich wieder einigermaßen gefangen und beendete das Rennen in 11:31h.

Der Tag wurde mit schönen Essen mit einem schwedischen Triathlonverein und der Party an der Finish Line vollkommen abgerundet und war wie Land und Leute in den Tagen zuvor ein unvergessliches Erlebnis.

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