KNAPPENMAN 2015 – Meine erste Mitteldistanz

Lange geplant und gut vorbereitet, sollte der Höhepunkt meiner Triathlonsaison 2015 derKnappenMan als Bühne für meine erste Mitteldistanz bereitstehen. Der Entschluß dafür  war nach mittlerweile 6 olympischen Distanzen und diverser Sprints meiner späten „Sportkarriere“ bereits 2014 gefasst worden. Nicht ahnend, das dies nicht der Höhepunkt meines Sportjahres 2015 werden sollte, begann ich mit dem Training dazu bereits ab Anfang des Jahres, insbesondere durch verschiedene Laufhighlights. Da auch der Staffelstart als Radler in einer Moritzburger Roth-Staffel schon sehr früh feststand, sollte diese Distanz im Bereich des Möglichen liegen.

Da mein Weg mich dieses Jahr ja auch noch nach New York und meinem ersten Marathon führen wird, ging ich die Vorbereitung sehr locker an. Am Renntag nach einer wie immer vor einem Wettkampf durchwachsenen Nacht sprang ich viertel Acht ins Auto, sammelte meinen größten Fan und einen guten Freund vom Endurance-Radebeul-Team ein und wurde von Kilometer zu Kilometer ruhiger. Angekommen in Lohsa mit einem Parkplatz in der ersten Reihe stieg ich also völlig tiefenentspannt aus, und wurde fast von Romy „überfahren“, die eine Radtrainingseinheit von MoBurg bis Lohsa absolviert hatte und zeitgleich ankam. Das sie noch in einer Staffel als Schwimmerin an den Start gehen sollte, wußte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Beim Betreten des Parkplatzes gab es erst einmal ein großes Hallo mit Dagmar, Reiner und einigen Freunden und Bekannten. Nach dem Empfang der Startunterlagen (u.a. war ein geniales Wechselzonen-Handtuch dabei), beschlossen Dagmar und ich einzuchecken, da man den Vorteil der freien Platzwahl hatte. Die Anfragen ob ich nervös oder aufgeregt sei, beantwortete ich in der Regel mit einem Achselzucken. Dagmar und ich bezogen Standplätze gleich am Beginn des WG, wir wollten beide kurze Wege mit dem Rad haben. Halb elf machten wir uns fertig, trafen auf Andre Giebler und gingen Richtung Schwimmstart am Dreiweiberner See. Neo war erlaubt, was mir eigentlich ,,Brust“ ist, und das erste Mal ging ich vor dem WK ins Wasser um mich etwas Einzuschwimmen; Aufregung??? Fehlanzeige!

Alle Starter wurden zum Start in eine ,,Box“ gesperrt, also ganz ruhig hinten einreihen, wir wollen doch Stress vermeiden. Noch einige Bekannte gegrüsst und Punkt 11 Uhr ging es los. Rein ins Vergnügen und Pflicht ( (Schwimmen) absolvieren um danach meine Lieblingsdisziplin (Rad) und auch die inzwischen ganz gut laufende Kür zu absolvieren. Da ich den Knappenman bisher nur von der OD mit Landgang kannte, musste der Kopf umgestellt werden, um die 1900m am Stück zu absolvieren. Nach 44 min kam ich zufrieden am Startbogen aus dem Wasser und war schon mal zufrieden, da ich 50:50 Kraul:Brust ganz passabel absolviert hatte. Auf der OD eigentlich ein schneller Wechsler ließ ich es diesmal seeeehr ruhig angehen, wollte ich mir doch auf alle Fälle meine CEP-Socken anziehen, was einige Zeit dauerte. Ich glaube mehr Zeit brauchte aber Dagmar, die schon in der WZ am Rad war, etwa zeitgleich gingen wir auf die Radstrecke.

Dazu gibt es nicht allzuviel Worte zu verlieren durch mein Training und die diversen Wettkämpfe wie Roth usw. bin ich auf dem Rad gut in Schuß und konnte auf die Verfolgungsjagd gehen. Der sehr flache Rundkurs zum bzw. um den Scheibesee wurden kontrolliert in 2:28:52 absolviert, galt es doch noch den Halbmarathon vorzubereiten und gut zu finishen. Durch viele Überholungen tat das insbesondere für den Kopf sehr gut, leider war meine Hauptnahrungsquelle in Form von Bananen am einzigen VP der Radstrecke ab der 2.Runde nicht mehr verfügbar, bloß gut das ich Altenativen dabei hatte.

Nach Wechsel auf die Laufstrecke begannen dann meine Sorgen. Wohl aufgrund fehlender geeigneter Nahrung in etwas festerer Form begann mein Magen zu rebellieren, was er bisher noch nie getan hatte. Ich kam wie immer beschwerlich ins Laufen rein und hatte ab km 3 die ersten leichten Magenkrämpfe. An der Weggabelung zur Rundenkontrolle bekam ich sehr aufmunternde Worte von Sylvia Mucke und Christina Seltmann zugerufen, das ich schön locker „weiterlaufen“ sollte. Ich dachte mir nur so, ich muss erst mal ins locker Laufen „reinkommen“. Trotzdem tat es zu dem Zeitpunkt sehr gut von Vereinskameraden angefeuert zu werden. Am letzten VP der Runde wurde ich vom Laufpiraten Harald mit den Worten begrüßt:“Du sahst och schon ma besser aus!“, wenigstens war er schonungslos ehrlich. Katrin riet mir dann zu einer spontanen Salzeinheit um die Krämpfe in den Griff zu bekommen; und siehe da ab km 9 wurde es tatsächlich besser. Aber es wartete ja noch eine Runde mit 10,5km auf mich. Die Gesamtzeit hatte ich komplett aus den Augen verloren, da meine Uhr beim Schwimmen nach drei Minuten abschaltete. Da ich aber den Halbmarathon wieder gestartet hatte wollte ich diesen möglichst noch unter zwei Stunden finishen, meine Bestzeit von 1:40 war weit weit weg. Ich freute mich auf den zweiten Durchlauf bei Sylvi und Chrissi und zog auch wieder etwas an. Nach 3km standen plötzlich noch Ines Kupka und Ralf Reichelt samt Familie an der Strecke und feuerten an. Die 2h vor Augen gab ich dann auch noch mal etwas mehr Gas und konnte auf den letzten zwei Kilometern auch noch ein paar Leute überholen.

Der Zieleinlauf beim Knappenman ist schon etwas besonderes und ich genoß diese letzten Meter auch sehr. Nach Passieren der Ziellinie gabs einen kurzen Befreiungsschrei und erst danach sah ich zur Uhr. 5:16:13 zeigte diese und das entlockte mir einen weiteren Yes-Ruf; damit hätte ich dann wirklich nicht gerechnet. Glücklich und zufrieden nahm ich die ersten Glückwünsche entgegen, Andre Giebler war schon im Ziel und Dagmar kam dann auch bald; Reiner ist als Staffelläufer einen Super-HM gelaufen und unsere Romy hat im Wasser wie immer grandios abgerufen.

Mein Fazit ist und bleibt; mit der Mitteldistanz habe ich mich angefreundet , aber mehr wird wohl nicht m e h r. Jetzt bleiben mir zwei Monate um das größte Ziel für dieses Jahr zu erreichen.

Mein erster Marathon in New York steht an, von dem ich auf alle Fälle berichten werde.

Euer Jens

Kurzer Nachtrag: Da ich relativ schnell regeneriere und mich wirklich gut fühle, war ich am Sonntag noch mal vor Ort um als Supporter etwas an viele Menschen zurückgeben zu können. Vereinskollegen starteten zum Knappenman M (Olympische Distanz) sowie Knappenman S (Sprint). Gefinisht haben OD Ralf Leupold, Frank Bürgelt sowie Leo Krassek, den Sprint Thomas Brückner und Jens Beck. Glückwunsch an alle

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